Ralf Weihrauch - I folk you
Ralf Weihrauch - I folk you

Make Volkslied great again - Der Blog 

Im diesem Bog geht es um mein Projekt mit deutschen Volksliedern. Es kommen regelmäßig neue Folgen über dessen Werdegang.

 

This blog is abou my project of German folksongs. I will send in new entries regularly about how things proceed.

 

 

 

Jetzt auf Deutsch, und dann auch mit voller Power.

Der Entschluss ein Programm mit deutschen Volkslieder zu starten, hatte eine sehr lange Reifezeit.  Ich habe früher auch schon mal deutsche Lieder gesungen, aber meist zog es mich zurück zur Irischen und dann aber auch speziell der englischen Folklore.

 

Englisch zu singen war cool, ist es auch immer noch. Es klingt toll, und man braucht sich nicht so viele Gedanken um den Text zu machen. Ich weiß natürlich, was ich so singe, aber in einer fremden Sprache kann man auch Banalitäten singen, ohne dass es dem Publikum suspekt wird.

 

Auf Peter Bellamys Hauseinweihungsparty, es war so um 1984, fragte mich Norma Waterson: „Wieso singst Du denn nicht auf Deutsch?“  Ich antwortete damals: „Weil wir so viele schwülstige Lieder über Natur, Bäume und Vögel haben.“  Norma gab zurück: „Solche Lieder singen wir doch auch mit den Watersons, und alle Folksänger hier in England tun das auch.“

 

Aber uns Deutschen geht  „pretty, little Smallbird“ doch deutlich leichter über die Lippen als das „schöne, kleine Vögelchen“. So blieb ich der englischsprachigen Folkmusik treuer als der deutschen und seitdem ich 2002 wieder auftrete, hat sich das nicht geändert. 

Eine Sinnkrise brachte einen Sinneswandel. Ich spielte ein Soloprogramm mit englischen Liedern, und das Ralf Weihrauch Trio hat sich hauptsächlich mit englischen Liedern und auch sonst ungewöhnlichen Liedern und Tunes beschäftigt. Die Reaktionen des anwesenden Publikums waren manchmal enthusiastisch, man konnte die Zahl der Zuhörer aber oft an zwei oder vier Händen abzählen.  Es war eben nicht „irisch“ oder „keltisch“, Zauberwörter, die eine Magnetwirkung haben.

 

Buchen wir im Musikverein Dorsten irische Bands, ist es gerappelt voll, schreibt man englische Band, müssen Super-Bands wie Faustus vor 40 Leuten spielen. Das ist in der ganzen Republik so.  Da es mir peinlich wäre, die Trio-Musik als irisch zu verkaufen, lebten wir jahrelang mit dem eher spärlichen Interesse des Publikums. Da halfen auch keine tollen CD-Rezension aus internationalen Musikmagazinen: „Ist das irisch, oder kann das Weg.“

Ich liebte das Programm mit Jonas Liesenfeld und Beate Rupietta, aber auf Dauer ist es frustrierend, nicht nur wegen des Zuspruchs, sondern auch wegen des leeren Geldbeutels. Nach drei Auftritten in Bayern hatte jeder 140 Euro in der Tasche.

 

Das ist mit unsere Band Crashandoh ganz anders. Da heißt es irische Partymusik, und bei unserem letzten Auftritt in Dorsten waren 300 Leute, Auftritte unter 100 Zuhörer sind eine Seltenheit. Das macht auch Spaß, aber auf eine andere Art und Weise. Ich genieße, dass ich das Publikum glücklich mache, auch wenn ich dafür zum 10000. Mal Whisky in the Jar spielen muss.

 

Den letzten Anstoß für ein deutsches Programm gab mir Steve Turner, der Concertina-Virtuose, der als Hobbymusiker 80 Gigs im Jahr spielt und sonst mit dem Geigenhandel seinen Lebensunterhalt verdient. Als er Anfang dieses Jahres für ein paar Konzerte hier war, sprachen wir über Balladen. Die englische Musik hat einige Lieder, die als „Great Big Ballads“ gelten. Dazu gehören beispielsweise The Cruel Mother, The Two Sisters, Reynardine oder the Lover’s Ghost.

 

Als ich zu Steve sagte, dass mir außer “Es waren zwei Königskinder” und einigen wenigen anderen keine deutschen großen Balladen einfielen, antwortete er: „Das kann nicht sein. Wenn man in den Child Ballads die Fußnoten liest, gibt es sehr oft Referenzen zu Deutschland.“ Ganz konkret nannte er The Maid and The Palmer und The Cruel Mother, die ohnehin ein enges thematisches Verhältnis haben.

Schon am nächsten Tag googlete ich mir einen Wolf, und es wurde der Anfang einer aufregenden Reise

 

Cliffhanger

 

Now on German- With full power

 

My decision to start a programme with German folksongs has been maturing for a very long time. I have sung German Follksongs before, but most of the time, I concentrated on Irish and especially English music.

It is pretty cool, to sing on English. It sounds great and you don`t have to spend a lot of thoughts on the lyrics. Of course, I know what I am singing about, but in a foreign language you can sing banalities, and the audience does not frown.


It was on Peter Bellamy housewarming-party in Keighley, I guess it war 1984, when Norma Waterson asked me: “Why do you not sing on German?” I answered: “Because we have so many overblown songs about nature, trees and Birds. Norma replied: “The Watersons sing such songs by the score and all English folksingers do as well.”


But the thing is, that for a German is is much easier to sing about “Pretty little small birds”  than about “schöne, kleine Vögelchen”. So, I stayed more faithful to British folksongs than to German ones, and this has not changed since I started Playing again in 2002.
A sort of identity-Crisis changed my mind. I Play a solo show with English songs and the Ralf Weihrauch Trio with Jonas Liesenfeld and Beate Rupietta concentrated on English Songs and mostly unusual Songs and Tunes. The reactions of the audiences were great and sometimes even enthusiastic. The problem was, that you could count the number of people on the on two, sometimes four hands. The Music was not Celtic or Irish, the magic words for bigger crowds.


When we book Irish Bands in the Musikverein Dorsten, there is always a good crowd. When we advertise Bands as English, the Top-Acts like Faustus have to play to 40 People or so. As it would have been embarrassing for me, to advertise the Trio as Irish or Celtic we had to live with small audiences. Even great Reviews in international magazines did not help: “Is this Irish or can we throw it away?”


I really enjoyed playing with Jonas and Beate but on the long term it is frustrating not only because of the small audiences, but also for the financial aspect. Driving several hundred kilometers on a weekend to Bavaria and come back with 140 Euros each is senseless.
It is different when I play with my Band Crashandoh. We call it Irish Party music and at our last gig in Dorsten we had 300 People, and we very, very seldom play to less than a hundred. That is great fun, too, but in a different way. I really enjoy making the audience happy, even if that means I have to play Whisky in the Jar for the 10000th time.

 

Steve Turner, who plays about 80 gigs a year and calls music his hobby and runs Turner Violins in Nottingham, gave me the final inducement to start something new.  When he was in Germany at the beginning of the year, we talked about ballads. English Folkmusic has got several great big Ballads like Cruel Mother, Two Sisters, Reynardine or Lover`s Ghost.

When I told Steve, that the only great big German Folksong Ballad I could think of was “Es waren zwei Königskinder”, he replied: “That cannot be! When you look in t Child Ballads there are so many footnotes with references to German songs.” He mentioned The Maid and the palmer and the Cruel mother, which are in some way related, anyway.
So the next I googled like mad and that became the start of a very exciting journey.

Cliffhanger

 

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